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Erwachsene


Wachstumshormon wird lebenslang ausgeschüttet und ist in viele Funktionen des Körpers eingebunden (Fett-, Eiweiß-, Kohlenhydratstoffwechsel, Muskel- und Knochenaufbau).
Bei Kindern stimuliert Wachstumshormon das Wachstum.  Erwachsene brauchen ebenfalls Wachstumshormon, um den Körper gesund zu erhalten.  Wachstumshormon hilft beispielsweise bei der Regulierung des Fett-, Wasser- und Muskelanteils im Körper. Es beeinflusst auch die Zusammensetzung der Knochen und den Cholesterinspiegel. Darüber hinaus beeinflusst Wachstumshormon unser allgemeines Wohlbefinden. Menschen mit Wachstumshormondefizit können depressiv, ängstlich, reizbar und energielos sein und mehr Schlaf benötigen als normal.

 

Ursachen

Bei manchen Kindern mit Wachstumshormondefizit besteht dieser Mangel auch im Erwachsenenalter weiter.
Im Erwachsenenalter jedoch sind  häufig Hypophysentumore bzw. deren Behandlung oder schwere Schädel-Hirn-Verletzungen Auslöser eines Wachstumshormonmangels.

Wachstumshormondefizit wirkt sich auf Menschen unterschiedlich aus. Es können viele Symptome auftreten, oder auch nur einige wenige, je nachdem wie viel Wachstumshormon die  Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) in die Blutbahn freisetzt. Einige der am häufigsten berichteten Symptome bei  Menschen mit Wachstumshormondefizit sind:

  • veränderte Blutfettwerte (mit daraus resultierendem höheren Risiko für Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe)
  • verstärkte Depressivität, Ängstlichkeit und Antriebsarmut (und damit eingeschränkte Lebensqualität)
  • verstärkte Müdigkeit
  • soziale Isolation, d.h. die Patienten ziehen sich von ihrer Umgebung zurück
  • Übergewicht mit vermehrter Fettansammlung im Bauchbereich, verminderte Muskelmasse
  • reduzierte Knochendichte mit erhöhtem Risiko für Knochenbrüche und Osteoporose
  • trockene Haut
  • veränderte Blutfettwerte (mit daraus resultierendem höheren Risiko für Durchblutungsstörungen der Herzgefässe)


Diese Symptome sind Ausdruck des Wachstumshormonmangels, d.h. auch wenn die zugrundeliegende Hypophysenerkrankung bereits mit Glukokortikoiden, Schilddrüsen- und Sexualhormon behandelt wird, kann es noch zu diesen Beschwerden kommen.
Die Diagnose muss durch einen spezialisierten Arzt (Endokrinologe) erfolgen, dazu sind laborchemische Untersuchungen (Stimulationstests) notwendig.

 

Behandlung

Die Behandlung mit Wachstumshormon muß von einem Hormonspezialisten in einer endokrinologischen Ambulanz eingeleitet werden. Dieser führt auch die notwendigen regelmäßigen Kontrollen während dieser Behandlung durch.

Die Therapie mit gentechnologisch hergestelltem Wachstumshormon führt bei über 80% der Patienten zu einer signifikanten Verbesserung bezüglich Gewichtsabnahme, Normalisierung der Körperfettverteilung, Aufbau von Muskelmasse und allgemeines Wohlbefinden bzw. Lebensqualität. Normalerweise zeigen sich erste Erfolge der Therapie nach 3-6 Monaten. Die Therapie sollte idealerweise lebenslang fortgeführt werden.