Orale Therapie
Typ 2 Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, bei der die Insulinsekretion gestört und die Insulinwirkung vermindert ist. Dadurch kommt es knapp nach dem Essen zu einem Insulinmangel - zwischen den Mahlzeiten oft zu einem Insulinüberschuss.
In einer grafischen Darstellung sieht das dann folgendermaßen aus:
Orale Diabetesmedikamente mit folgende Wirkmechanismen stehen für die Behandlung des Typ 2 Diabetes heute zur Verfügung:
- Erhöhung der Wirkung des körpereigenen Insulins
- Senkung der Zuckeraufnahme im Darm
- Erhöhung der körpereigenen Insulinausschüttung abhängig oder unabhängig von der Nahrungsaufnahme
- Reduktion der Zuckerfreisetzung aus der Leber
Auf diese Weise kann der Blutzuckerspiegel sowohl zu den Mahlzeiten als auch über den ganzen Tag beeinflusst werden.
Reicht die Wirkung einer dieser Diabetesmedikamente nicht mehr aus, so können sie auch kombiniert werden. Sind Zweifach- oder Dreifachkombinationen von blutzuckersenkenden Tabletten nicht mehr ausreichend wirksam, so wird häufig mit Insulin kombiniert oder gänzlich auf eine Insulintherapie umgestellt.
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